IBBY Document Centre
Geschrieben von: www.julim-journal.de/Ute Wolters
Das IBBY Document Centre of Books for Disabled Young People ist eine einzigartige Sammlung von Büchern und Medien aus aller Welt für und über Kinder mit Behinderungen.
1979, im Internationalen Jahr d
es Kindes und 1 ½ Jahre vor dem Jahr der Behinderten gegründet, sollte die Sammlung allen Kindern unabhängig von ihrer Funktionsfähigkeit die Möglichkeit bieten, Erfahrungen mit Büchern zu machen. Auch sollten gesunde Kinder Geschichten über behinderte Kinder lesen können, um mehr Verständnis zu entwickeln.
2002 wurde das Zentrum an das Haug School and Resource-Centre bei Oslo/Norwegen verlegt, einer Schule für Kinder mit Autismus, Lernschwierigkeiten, Down Syndrom, ADHS und anderen Handicaps. Dort ist das IBBY-Dokumentationszentrum Teil der Bibliothek. Es umfasst erzählende Bücher ebenso wie Bücher in Gebärdensprache, mit Bildsymbolen, Fühlbücher mit und ohne Blindenschrift oder die von Menschen mit Behinderung erzählen. Das Übergewicht der skandinavischen Titel ist verständlich, wenn man die realen Verhältnisse in Bezug auf Integration betrachtet.
Heute st die wichtigste Aufgabe, alle zwei Jahre den Katalog „Outstandig Books For Young People with Disabilities“ herauszubringen. Unterstützt wird das Projekt durch die nationalen IBBY-Sektionen und umfasst zur Zeit ca. 4000 Titel, die durch Spenden der Verlage oder durch Einzelpersonen zusammen kommen.
Die Wanderausstellung und der Katalog werden jeweils auf der Kinderbuchmesse in Bologna präsentiert. Die Sammlung 2009 reiste z.B.
durch Italien, die USA, die Slowakei und Japan.
Wie wichtig diese Arbeit mit Büchern, aber auch mit den neuen Medien für und über behinderte Kinder ist, unterstreicht Sissel H.Swensson in ihrem Artikel in JULIT 1/10, S. 14-19.
Jetzt hat die IBBY-Zentrale diese einmalige Sammlung ausgeschrieben, da nach der anstehenden Pensionierung der derzeitigen Leiterin Heidi Boiesen der Verbleib in Baerum nicht gesichert ist.
Die Internationale Jugendbibliothek in München (Schloß Blutenburg) soll eine der Bewerberinnen sein. Von anderen Interessenten in den USA ist auch die Rede. Wichtig ist vor allem die Fortsetzung der Arbeit mit dem Katalog.
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