Gesund genießen - ein Standardwerk für Hauswirtschaft

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Ein Standardwerk für jede Schule, in der Hauswirtschaft unterrichtet wird. In der gewohnten Mischung aus Wissenschaft und Praxis räumt Hademar Bankhofer mit so manchem Vorurteil auf und liefert uns stattdessen kleine, aber wichtige Hinweise zu einem gesünderen und gar nicht langweiligen Ess-Vergnügen.


Hademar Bankhofer: Das große Buch der gesunden Ernährung
Wien: Kneipp 2008.
ISBN 978-3-7088-0432-3
324 Seiten * 19,90 € * Ab 14 Jahre


Essen ist Energie, ohne die wir nicht auskommen. Binsenweisheit. Aber in welcher Form,

welche Inhaltsstoffe, welcher Art Vielfalt – da müssen wir anderen ein mehr oder weniger gesundes Halbwissen bekennen. Hier erfahren wir (alle) mehr, und das auf eine angenehme Art, fast geplaudert. Bankhofer nennt das, was unser Körper wirklich benötigt, Vitalstoffe.
Zehn Faustregeln gibt er uns mit auf den Weg, falls wir nicht bis zu den Einzelheiten vordringen. Diese heißen: Jeden Tag eine Handvoll Obst und Gemüse / roh, frisch oder schonend zubereitet / wenig Fett / Fleisch ist Beilage, nicht Hauptgericht / Vollkorn / Süßes sparsam / Kräuter gehen vor Salz / wenig essen, dafür öfter / jede Stunde ein Glas Wasser / die Ernährungspyramide darf in jeder Küche hängen (schade, dass sie nicht im Buch beiliegt).
Es folgen in 13 Kapiteln Einzelheiten. (Fast) Jedes Kapitel beginnt mit „Gesundheit aus …“, schließt aber scheinbar Ungesundes nicht aus: Steak gegen Stress (und gegen Eisenmangel) – und besonders ein Glas Bier zum Steak wird empfohlen. Wer hätte das gedacht.
Und für Besucher der „Südlichen Nordsee“, die sich mit einem Führer ins Wattenmeer trauen, sollten die Auster nicht links liegen lassen: Große Spurenelemente von Zink, Vitamin A (für die Augen, die Atemwege & Immunkraft), B1 und B2 (gegen Nervenleiden und Stress).

Ein Kapitel beschäftigt sich mit „neuesten Erkenntnissen“ (man lernt nicht aus), unter anderem mit Schwefel, Zwiebel, Lauch, Erdnüssen; ein anderes mit der gesunden Zubereitung, sogar mit Essen als Medizin; für den Freizeit-Sportler interessant sein dürfte das „blaue“ Kapitel, für Eltern (und die Kinder selbst) das „braune“. Was fehlt, ist ein Register, das (mögliche) Krankheiten auflistet – und auf welcher Seite man nachschauen muss, um sich dagegen zu wappnen oder sie zu bekämpfen.
Ein Standardwerk für jeden Hauswirtschaftsunterricht, aber auch individuell sehr gut zu nutzen. Und man denkt schon mehr als einmal selbst darüber nach, ob man alles so einigermaßen wenigsten richtig macht.