Bertuch Verlag

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Kennst du Autoren der Weltliteratur?

Seit Jahren bemüht sich der Kindermann-Verlag Berlin mit Erfolg darum, jungen Leserinnen und Lesern einen Zugang zu klassischen Werken der Weltliteratur zu eröffnen. Inzwischen ist die Reihe Weltliteratur für Kinder zu einem Klassiker auf dem Büchermarkt geworden, die bei Kindern im Grundschulalter ein lesefreudiges Publikum gefunden hat.

Seit 2005 bietet nun der Weimarer Bertuch Verlag eine Buchreihe mit dem Titel Weltliteratur für junge Leser an. Der Herausgeber Wolfgang Brekle wendet sich mit seinem Autorenteam vorrangig an Jugendliche ab einem Lesealter von 12 Jahren.

Bisher sind folgende Bände erschienen:
Kennst du Rainer Maria Rilke? * Kennst du Heinrich Heine? * Kennst du E. T. A. Hoffmann ? * Kennst du Anna Seghers? * Kennst du Franz Kafka? * Kennst du Heinrich von Kleist? Wie vom Herausgeber zu erfahren war, ist eine Fortsetzung der Reihe mit Bänden über Hölderlin, Dostojewski, Shakespeare, Schiller und Lessing geplant.

Die Frage: Kennst du… ? provoziert schon im allgemeinen Sprachgebrauch Nachdenken bei dem Gefragten, allerdings zuweilen auch die Gegenfrage: Sollte ich den oder diejenige kennen? Wilfried Bütow und André Barz möchten Jugendlichen bei der Beantwortung dieser Frage mit Bezug auf die Autoren Heinrich Heine und E.T.A. Hoffman Anregungen für die Lektüre geben. Es ist interessant, mit welch unterschiedlichen Ideen in der Darstellung der Literaturdidaktiker Wilfried Bütow und der Theaterpädagoge André Barz ihr Anliegen umsetzen. Beide Autoren haben auch zu Beginn ihrer akademischen Laufbahn als Deutschlehrer gearbeitet.

Kennst du Heinrich HEINE?
vorgestellt von Wilfried Bütow
Weimar: Bertuch-Verlag 2006
ISBN 3-937601-32-5
12,80 €

Die Umschlagillustration von Roland Beier lädt gerade junge Leser zum Betrachten ein. Die Figur, die die Hälfte der Seite einnimmt , erinnert eher an einen „coolen“ Jugendlichen unserer Zeit als an Heinrich Heine. Vielleicht ist daraus zu schließen, dass der Dichter sich auch im 21.Jh. gut mit seinen jugendlichen Lesern verstehen würde. Beim Lesen des Buches stößt der Leser dann auf ein Porträt, das Heine im Jahr 1928, also 31 Jahre alt, abbildet und vom Illustrator für die Figur auf der Umschlagseite ausgewählt wurde.

Wilfried Bütow nimmt den Leser bei der Lektüre des Buches auf eine Reise durch die Biografie Heines und durch ausgewählte Werke mit. Die biografischen Bezüge werden von Bütow auch genutzt, um das schwierige Problem der Textauswahl zu bewältigen.

Die ersten 14 Seiten des Buches knüpfen an die Frage im Titel an und gehen davon aus, dass den meisten Lesern von Heinrich Heine die „Loreley“ bekannt ist. Auch an die Ballade „Belsatzar“ und an das Gedicht „Denk ich an Deutschland in der Nacht“ wird erinnert. Davon ausgehend wird versucht, eine Hinführung zur Würdigung Heines als „Weltdichter“ zu gestalten und eine erste Lesart zur Loreley unter der Kapitelüberschrift Heine und die Loreley- eine unendliche Geschichte anzubieten. Dazu gehört auch das ironische Gedicht von Erich Kästner DER HANDSTAND AUF DER LORELEI- Eine Parodie mit politischem Witz. (S.20 f.)

Diese ersten Seiten, in denen vieles aufgegriffen wird, was bei einem guten Literatur- und Geschichtsunterricht den jugendlichen Lesern bekannt sein könnte, lassen sich gut lesen und machen neugierig auf die weitere Lektüre.
Im Kapitel Variationen über Kindheit und Jugendjahre werden Variationen zur Biografie , zu historischen Ereignissen und zu Zeugnissen von Zeitzeugen so miteinander verknüpft. dass der Lesefluss immer erhalten bleibt.
Bütow war sich wohl bewusst, dass es bei der Lektüre Verständigungsschwierigkeiten geben könnte. Deshalb finden sich hin und wieder kurze Kommentare des Autors zu dem dann folgenden Text (z.B. S.24, S.43).

Die Variationen über die Kinder und Jugendzeit enden mit dem schwierigen Verhältnis Heines zu seinem reichen Onkel , dem Bankier Salomon Heine , dem es missfiel, dass sich der begabte Neffe mehr und mehr dem Dichten , einer für ihn brotlosen Kunst zuwandte.(S.40) Das Gedicht "Ein Jüngling liebt ein Mädchen" (1822), das sich auf die erste unerwiderte Liebe des Dichters zu Kusine Amalie, die im Haus des reichen Bankiers lebt, bezieht, beschließt diesen Abschnitt der Publikation.

Das Kapitel Student in Bonn, Göttingen und Berlin (S.44 -57) liest sich dank der ausgewählten biografischen Bezüge und der eingeflochtenen Lyrik Heines aus dieser Zeit recht unterhaltsam. Das betrifft u. a. den Bericht über die Inhaftierung Heines nach einem Fackelzug der Studenten in Bonn (1919) mit Auszügen aus dem Vernehmungsprotokoll. Neu wird für viele Leser auch die Episode über ein Duell Heines in Göttingen sein, das von Heine wie folgt kommentiert wurde: Und die Moral? Ich glaub, es gibt Fälle, / Wo unvermeidlich sind die Duelle;/ Es muß sich schlagen der Student, / Den man einen dummen Jungen nennt. (S.45)

Als Folge des Duells wurde Heine für ein halbes Jahr der Universität verwiesen. Er ließ sich nun in Berlin einschreiben , wo er seine ersten Auftritte als Dichter hatte. Dazu wählt Bütow auch Briefe aus Berlin (S.52 ff.) aus. Nicht immer ist diese Lektüre , wie etwa Heinrich Heine an Rahel van Varnhagen (S.57), für den Jugendlichen leicht zu erfassen, da sowohl die Einordnung der Briefpartnerin in den biografischen Bezug als auch die sprachliche Gestaltung des Briefes Schwierigkeiten für das Verständnis des Textes darstellen könnten.

Das Thema „Liebe“ wird dann im Folgenden mit einem Auszug aus: Die Bäder von Lucca „Was aber die Liebe ist“ und mit Gedichten aus dem Buch der Lieder aufgegriffen und vertieft. Mit einer ganzseitigen Illustration aus dem Bildarchiv des Heine- Instituts Düsseldorf werden Texte und Kommentare zu Reisebilder- Die Harzreise eingeleitet.

Auch der durch den Schulunterricht hinlänglich bekannte Text zu Heines Universitätsstadt Göttingen, berühmt durch ihre Würste und Universität, findet sich in der Textsammlung. Es könnte allerdings auch hier wieder Probleme bei der Texterfassung geben, so bei Doktor Saul Ascher- ein Fanatiker der Vernunft (S.69). Bütow mag das wohl auch so empfunden haben und er hat deshalb zu unbekannter Lexik kursiv vom übrigen Text abgesetzte Erklärungen eingefügt.

Wieder anders stellt sich der nachfolgend aufgegriffene biografische Bezug dar, der überschrieben ist: Bei Goethe 1824- ein misslungener Besuch. Die Überschrift des Kapitels beinhaltet schon die Wertung, dass Heine sehr enttäuscht war von der Überheblichkeit des deutschen Dichterfürsten. Interessant ist für die Leser ist die Vermutung, dass Goethe darüber irritiert war, dass es da einen jungen Kollegen gibt, der ebenfalls mit dem Faust-Thema befasst ist. Zu einer Aufführung des geplanten Tanzpoems DOKTOR FAUST und die Tänzerin Mephistophela kam es allerdings nicht (S.82 f.)

In Das Meer ist mein wahlverwandtes Element (S.84 ff.) wird ein weitres Motiv aus dem Schaffen von Heinrich Heine aufgegriffen. Eine gut zu lesende Auswahl von Gedichten und Briefauszügen stellen ein gelungenes Angebot für Projektarbeiten im Unterricht dar.

34 Jahre alt war Heinrich Heine, als er 1831 Deutschland verließ und in Frankreich eine zweite Heimat fand.(S.91) Unter der Überschrift Nach Paris 1831 – Ich hatte einst ein schönes Vaterland werden kurze Anmerkungen zu der schweren Entscheidung Heines gemacht, Deutschland zu verlassen. Besonders in dem Abschnitt Gegen die drachenköpfige Zensur (S.98 ff.) stellt Bütow Texte von Heine vor, die eine Antwort darauf geben, warum der Dichter seine Heimat verließ. Dazu gehören das Gedicht Nachtgedanken ( in dem Buch auf schwarzen Seiten gedruckt) und Textauszüge aus Deutschland . Ein Wintermärchen – ein ganz neues Genre (S.110 ff.)

Ein häufig diskutiertes Thema ist Heines Verhältnis zu Karl Marx und den Kommunisten. Im Literaturunterricht der DDR wurde diese Episode aus Heines Pariser Zeit besonders positiv gewertet. In den einleitenden Sätzen zu diesem Abschnitt des Buches relativiert Bütow die Lesart aus DDRZeiten: Zeitlebens hatte Heine jedoch Vorbehalte gegenüber Ideologien, die sich als dogmatisch erwiesen, und zeitlebens ängstigte ihn die ungezügelte Kraft der Massen, so sehr er revolutionäre Veränderungen herbeisehnte. (S.118)

Folgerichtig schließen sich in dem Buch unter der Überschrift Zwischen Tränen und Gelächter Gedichte 1844 – 1851 an. Unter anderem findet sich hier auch das seinerzeit auf den Index gesetzte Gedicht Die schlesischen Weber. Das Gedicht sei eine mit verbrecherischen Äußerungen angefüllte Ansprache an die Armen im Volk .war die Begründung der Zensoren (S.121)

Das letzte Kapitel des Buches ist mit Signale aus der Matratzengruft (S.126 ff.) überschrieben. Nach einer Auswahl von Gedichten und Briefauszügen zu dieser letzten Schaffensperiode beschließt ein Gedicht auf Heines Grab in Paris, ein anonymer Bericht über das Begräbnis und eine kurze Würdigung des Dichters durch Martin Walser die Textauswahl des Bandes: Kennst du Heinrich HEINE?

FAZIT:
Zunächst sei angemerkt, dass der Rezensent vordergründig seine Besprechung mit Blick auf den angesprochenen Adressatenkreis der Publikation geschrieben hat.
So gesehen, ist Bütow der Spagat zwischen populärer Darstellung für junge Leser und respektvollem Umgang mit der Darstellung biografischer Bezüge, Werkauswahl und Kommentierung der Texte gut gelungen . Die inhaltliche Struktur des Büchleins ermöglicht, nicht alle Kapitel nacheinander zu lesen. Je nach Interesse können bestimmte Kapitel auch separat für die genauere Betrachtung ausgewählt werden. Das Wort Betrachtung ist hier bewusst gewählt, denn die Vignetten von Roland Beier sowie die zahlreichen Bilder und Fotografien unterstützen mit ihren spezifischen künstlerischen Ausdrucksformen die Aneignung der angebotenen Texte.

Bei der Auswahl der Textproben hat Bütow die Interessen der jugendlichen Leser berücksichtigt, wie bei dem Kapitel Variationen über Kindheit und Jugendjahre und Student in Bonn, Göttingen und Berlin dargestellt wurde. Andererseits muss auch festgestellt werden, dass manche Texte eher für besonders interessierte Schüler der Oberstufe, für Studenten und natürlich auch Leserinnen und Leser aller Altersstufen gedacht sind, die mehr über Heinrich Heine wissen möchten.

Der Biografische Überblick im Anhang kann Hilfe leisten, wenn beim Lesen der Überblick über das Gesamtschaffen von Heinrich Heine und die Einordnung des jeweiligen Werkes verloren gehen könnte.
Diese Publikation der Reihe stellt ein unverwechselbares, unbedingt zu empfehlendes Buch im Dschungel der vielen Publikationen zu Heinrich Heine dar , gemeint sind in diesem Zusammenhang auch die zahlreichen Interpretationshilfen für Schüler.

Kennst du E. T. A. Hoffmann?
Vorgestellt in höchstselbiger Manier von André Barz
Weimar: Bertuch-Verlag 2006
ISBN 3- 937601-31-7
12, 80 €

Bei dieser Publikation fällt zunächst die sehr auffällige grafische Gestaltung der Umschlagseite auf. Da ist viel zu sehen , alles sehr bunt, alles sehr lebendig,so eine lustige Figur im Mittelpunkt, die sich mit einem Federkiel bemüht, etwas zu Papier zu bringen und von einem roten Tintenteufel beim Formulieren begleitet oder gestört wird? ? Rechts auf der Seite befindet sich eine Kerze , in deren Rauch in Form einer Phiole sich ein älterer Männerkopf , ein schönes Mädchen und eine Schlange befinden. Ein Nussknacker, ganz links im Bild, schaut dem Treiben interessiert zu. Auffällig ist wegen der ungewöhnlichen sprachlichen Gestaltung auch der Hinweis auf den Autor des Büchleins . Auf der 4. Seite ist zu lesen, dass die Illustrationen von Markus Laube gefertigt wurden und „vielleicht von dir, verehrter Leser!“ - Auch das ist sehr ungewöhnlich, - der Leser als Illustrator, wie soll das gehen?

So neugierig geworden, soll ein Blick in das Buch geworfen werden. Eine ganzseitige Zeichnung, von Wilhelm Hensel gestaltet, zeigt ein Porträt von E. T. A. Hoffmann. Dann sieht der interessierte Leser auf der ersten Textseite eine schon bekannte Vignette, die die Figur von der Umschlagseite darstellt. Es ist der Autor E.T.A. Hoffmann, der sich nun im Text vorstellt. Dabei spricht er den Leser direkt an und beginnt mit ihm ein fiktives Gespräch, das dann während der folgenden 147 Seiten fortgesetzt wird. Ein Wortspiel mit dem Namen E.T.A gegenüber E.T.W. , lustige Episoden aus der Kindheit und Schule führen zu Textauszügen aus Das fremde Kind. Bei der Auswahl dieses Textes hatte Bartz` wohl die Leser ab 12 Jahren im Blick, die als Adressaten des Bandes angesprochen werden sollen. Das Ende der Geschichte erfahren die Leser nicht, das, so meint E.T.A Hoffman in dem fiktiven Gespräch, sei doch langweilig. Indirekt also eine Aufforderung, die Geschichte im Original weiter zu lesen. Schon jetzt wird deutlich, was sich dann durch die gesamte Publikation zieht, nämlich, dass die Leser immer wieder zu eigenem produktiven Handeln im Umgang mit dem Text aufgefordert werden.

Auf den Seiten 22 – 30 erzählt E. T. A. Hoffman von seinem sehr wechselhaften Leben als Jurist, Komponist, Musikdirektor und schließlich als Schriftsteller. Als meine eigentliche Bestimmung erwies sich …in der Kunst das Schreiben, lässt Barz seinen Protagonisten im Gespräch feststellen.

Auf den nächsten Seiten, eingeleitet mit einer Radierung von Jaques Callot(1634), wird die Lektüre anstrengender. Die ganzseitige Radierung zeigt Ausschnitte aus Die Versuchung des heiligen Antonius .(S.31) In den dann folgenden 2 Seiten schwärmt E. T. A. Hoffman von Callot und begründet , warum der Künstler für ihn so etwas wie ein Vorbild wurde. Allerdings könnte dieser wie auch andere Texte aufgrund der schwierigen Lexik für manchen jungen Leser Verständigungsschwierigkeiten bereiten. ( z. B.„kecker Meister“, „heterogensten Elementen“,“ lebensvolle Physiognomie“, „romantische Originalität“, „Schleier der Skurrilität“) Bütow hat bei schwierigen Textpassagen kurze Erklärungen in den Textfluss eingefügt. Sparsam verwendet, wäre das vielleicht auch hier eine Möglichkeit gewesen.

In den Auszügen aus der Erzählung Der Magnetiseur wird eine Familienangelegenheit geschildert, die in einer Katastrophe endet. Aber das wird in dem Ausschnitt noch nicht verraten, der Leser wird auf die Lektüre des vollständigen Werkes verwiesen.(S.61)

Ein Brief an Carl Friedrich Kunz aus dem Jahr 1813 soll den Auszug aus Der Sandmann“ vorbereiten, in dem wiederum eine gespenstische Gestalt auftritt, die dem jungen Studenten Nathanael zum Verhängnis wird. Eingeleitet wird der Text durch eine ganzseitige Bleistiftzeichnung , die vom Dichter stammt und die das unheilvolle Geschehen schon erahnen lässt. (S.66)

Auf S. 105 überrascht den Leser eine Vignette, die einen bekümmerten Dichter zeigt. Dazu passt die Überschrift Lebensversuche: Liebesgeständnisse in der Hoffman Auskunft über sein Liebesleben gibt. Das Selbstporträt auf S.106 lässt erahnen, dass es nicht immer um eine erfüllte Liebesbeziehung ging. Am Ende des Kapitels verweist der fiktive Gesprächspartner auf weitere Texte und Illustrationen. Es handelt sich um Der goldene Topf, ein Märchen aus der neuen Zeit und das weithin bekannte Klein Zaches genannt Zinnober und die Königsbraut .Ein nach der Natur entworfenes Märchen.

An dieser Stelle sei anstatt einer eigenen Kommentierung der immer anwesende E. T. A. Hoffman zitiert: Ich habe hier noch einige Auszüge, die Dich…interessieren könnten.- Die Illustrationen? Die Titelbilder vom „Magnetiseur“ und dem „goldenen Topf“ stammen von einem mir unbekannten Künstler namens Laube, eine ist von Jaques Callot und die anderen sind von mir höchstpersönlich. Auf S. 141 wird das Rätsel vom Anfang des Buches gelöst. Auf der ersten Seite zur Königsbraut befindet sich eine leere weiße Fläche mit dem Hinweis: Hier, lieber Leser, ist Platz für deine eigene Illustration. Eine sehr schöne Idee, findet der Rezensent.

Auf der letzten Seite ( S.147) verabschiedet sich der Dichter mit freundlichen Worten, in denen er selbst auch auf die Hinweise im Anhang aufmerksam macht.
Ach, ich überlasse Dir einfach dies Papier hier, darauf meine schriftstellerischen Arbeiten verzeichnet sind. Nebenbei: Sogar in der Chronologie ihres Erscheinens! Und ehe ich wieder ins Schwatzen gerate, sage ich ausdrücklich: Auf Wiedersehen!
Bleibt noch zu ergänzen , dass sich im Anhang ein Nachtrag des Herausgebers zur Biografie E. T. A. Hoffmans und einige Erklärungen zu den von E.T.A. Hoffmann verwendeten Wörtern findet.

FAZIT: Das Büchlein überrascht durch seine ungewöhnliche Gestaltung. Dies betrifft den Text, der vorwiegend durch das Gespräch mit dem Dichter dargeboten wird, durch die ungewöhnlich vielseitigen Illustrationen und die produktive Einbeziehung der Leser durch die Aufforderung, selbst tätig zu werden, was heißt, eine Illustration anzufertigen, über Fragen von E. T. A. Hoffmann an seinen Gesprächspartner nachzudenken, oder einen Text bis zum Ende im Original zu lesen. Hingewiesen wurde bereits darauf, dass durch das Bemühen, die Sprache des Dichters dem Stil seiner Lebenszeit und seinem Naturell anzupassen, Verständigungsschwierigkeiten gerade bei jüngeren Lesern möglich sind. Auch die Textauswahl aus den Werken E. T. A. Hoffmanns verlangt vom Leser Einfühlungsvermögen, gute Lesekenntnisse und ein gerüttelt Maß an Hintergrundwissen . Aber, Lesen kann manchmal eben auch anstrengend sein, um so größer ist der Lesegenuss nach getaner vergnüglicher Arbeit.
In diesem Sinne sei fabelhafter Lesespaß gewünscht.